Verantwortung
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Bayer-Grundsätze zu Tierschutz und Tierversuchen

Die Bayer-Grundsätze zu infoTierschutz und Tierversuchen unterstreichen unsere Verantwortung für die Sicherheit unserer Produkte und damit für Mensch, Tier und Umwelt – aber vor allem auch unser Engagement für das Wohlbefinden der Versuchstiere.
Einleitung Alternativen zum Tierversuch
Erkenntnisse für Mensch und Tier Die Zusammenarbeit mit externen Labors
Compliance Bayer Komitee für Tierschutz
Schonende Methoden Überwachung
Tierarten Institut für "Animal Management" Deutschland
Herkunft der Versuchstiere Ethik-Komitee in Frankreich
Zahl der Versuchstiere Institutional Animal Care and Use Committee in USA
Haltung und Pflege Einhaltung der Grundsätze
Belastung der Versuchstiere Ethik-Kommission für den Einsatz NHP
Verbleib der Tiere nach dem Versuch Transparenz
Hier die Grundsätze im Wortlaut:

Einleitung

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Mit unseren Produkten und Dienstleistungen wollen wir den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

Daher ist die Suche nach innovativen Wirkstoffen für die Bereiche Medizin, Tiermedizin und Pflanzenschutz eine wichtige Aufgabe der Forschung bei Bayer. Da zurzeit nur etwa ein Drittel aller bekannten Krankheiten adäquat behandelt werden kann, hat die Entwicklung wirksamer und sicherer Medikamente, die die Lebensqualität der Patienten verbessern, eine besonders hohe Priorität.

Zum Nachweis der Sicherheit und Effektivität von Wirkstoffen und zur Bewertung der Anwendungssicherheit von neuartigen Materialien und Chemikalien ebenso wie für die Abschätzung der potentiellen Risiken für die Umwelt sind infoTierversuche nach wie vor unverzichtbar. Darum verlangt der Gesetzgeber auch weiterhin, dass solche Versuche an Tieren durchgeführt werden, bevor neue Medikamente in klinischen Prüfungen an Patienten getestet werden und bevor neue Stoffe für den Markt registriert oder zugelassen werden. Für uns ist es auch eine Verpflichtung, wirksame und sichere Produkte zur Verfügung zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Bayer die jeweils aussagekräftigsten Forschungs- und Untersuchungsmethoden ein – darunter auch Tierversuche. infoErsatz- und Ergänzungsmethoden zum infoTierversuch tragen zwar wesentlich dazu bei, den Einsatz von Versuchstieren zu reduzieren, sie können die Tierversuche jedoch nicht ganz ersetzen. Prüfungen mit Tieren sind erforderlich, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen den Organsystemen des Körpers und den physiologischen und pathologischen Folgen oder den Eingriff in natürliche Lebensgemeinschaften bei der Verwendung von Arzneimitteln und anderen chemischen Substanzen erforschen zu können.

Aus wissenschaftlicher Sicht sind Tierversuche vielfach die einzige Möglichkeit, mit der sich die oben genannten Ziele erreichen lassen. Daher wird der Einsatz von Versuchstieren auf absehbare Zeit ein wesentlicher Bestandteil der biomedizinischen und biologischen Forschung und Entwicklung sein.

Dennoch ist es das erklärte Ziel von Bayer, im Sinne der 3Rs (reduction, refinement, replacement) den Einsatz von Versuchstieren so gering wie möglich zu halten und Ersatz- und Ergänzungsmethoden einzusetzen, wo immer dies geht. Weiterhin arbeitet Bayer daran, die Methoden der weiterhin notwendigen Tierversuche ständig zu verbessern.

Erkenntnisse für Mensch und Tier

Wir führen Tierversuche nur dann durch, wenn wir erwarten, dass die Ergebnisse der Versuche einen wesentlichen Beitrag zu Erkenntnissen leisten werden, die zum Schutz und zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Mensch, Tier sowie dem Schutz der Umwelt dienen. Dabei wird immer eine Abwägung getroffen, ob der erwartete Erkenntnisgewinn sowohl den Einsatz von Tieren als auch die Belastung der Tiere im Versuch rechtfertigt.

Compliance

Es ist Grundlage des Bayer-Leitbildes, internationale sowie nationale Gesetze und Richtlinien einzuhalten und anerkannte ethische Grundsätze zur Abwägung der Notwendigkeit von Tierversuchen heranzuziehen. Dies wird durch externe Begutachtung überprüft und durch die hier vorliegenden globalen Bayer-Grundsätze zu Tierschutz und Tierversuchen konkretisiert.

Schonende Methoden

Wir planen alle Tierversuche sehr sorgfältig und fragen gleichzeitig, ob das Versuchsergebnis nicht auch durch andere Methoden als den Tierversuch erreicht werden kann. So stellen wir sicher, dass nur unerlässliche Tierversuche durchgeführt werden und schonende Forschungsmethoden zum Einsatz kommen. So wurden große Investitionen getätigt, um z.B. die modernsten bildgebenden Verfahren bei uns zu etablieren, was wesentlich dazu beiträgt, dass im Sinne der 3Rs die Belastungen für die Versuchstiere geringer werden und wir auch weniger Tiere benötigen.

Tierarten

Für einen Versuch wählen wir jeweils die Tierart aus, die für den Versuchszweck am besten geeignet ist. Dabei berücksichtigen wir neben der Übertragbarkeit der Ergebnisse auch, dass nur die am wenigsten hoch entwickelte Spezies eingesetzt wird. Dabei folgen wir der Annahme, dass sinnesphysiologisch niedriger entwickelte Arten weniger Belastungen empfinden können als höher entwickelte Lebewesen und dass sie besser unter standardisierten Laborbedingungen gehalten werden können.

Herkunft der Versuchstiere

Die Herkunft unserer Versuchstiere ist immer eindeutig nachweisbar. Wir arbeiten nur mit Tieren von behördlich autorisierten Tierzüchtern oder -lieferanten. Diese werden von uns und den zuständigen Behörden laufend überwacht.

Zahl der Versuchstiere

Ein wichtiges Ziel ist es, die Zahl der Versuchstiere so klein wie möglich zu halten. Deshalb arbeiten wir grundsätzlich nur mit so vielen Tieren wie nötig, um wissenschaftlich aussagekräftige Daten zu erhalten und die Anforderungen der Zulassungsbehörden zu erfüllen. Wir berichten unsere Versuchstierzahlen jährlich an die Behörden und veröffentlichen sie auf unserer Internet Seite zu Tierversuchen.

Haltung und Pflege

Wir halten die Versuchstiere unter fachgemäßen Bedingungen und behandeln sie respektvoll. Dabei werden alle nationalen, zwischenstaatlichen und lokalen Gesetze und Bestimmungen sowie die Bayer-Grundsätze mindestens eingehalten und in vielen Fällen übertroffen. Das Umfeld der Tiere gestalten wir artgerecht nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen und beteiligen uns auch an deren Weiterentwicklung. Es wird nur ausgebildetes und qualifiziertes Personal zur Pflege und Behandlung der Versuchstiere eingesetzt. Wir verpflichten uns, die Mitarbeiter kontinuierlich zu schulen und fortzubilden, so dass Haltung und Pflege der Versuchstiere immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft sind.

Belastung der Versuchstiere

Wir halten die Belastung der Tiere im Versuch so niedrig wie möglich und setzen kein Versuchstier unnötigen Belastungen aus. Für unsere Studien definieren wir tierschutzgerechte Endpunkte und Abbruchkriterien, bei denen die Tiere aus dem Versuch genommen werden müssen. Eine Misshandlung von Tieren würde niemals toleriert und hätte schwere arbeitsrechtliche Konsequenzen.

Verbleib der Tiere nach dem Versuch

Geeignete Tierarten, wie Hunde oder Katzen, werden im Anschluss an die Versuche in ein Adoptionsprogramm aufgenommen. Dazu gibt es Kooperationen mit Tierheimen und Tierschutzvereinen. Für den Fall, dass Versuchstiere nach dem Versuch getötet werden müssen, geschieht dies mit angemessenen und anerkannten Methoden.

Alternativen zum Tierversuch

Wir engagieren uns bei der Entwicklung, der Anerkennung und dem Einsatz von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch. Bei diesen Methoden werden weniger oder gar keine Tiere benötigt. Zur Entwicklung dieser Methoden arbeiten wir in nationalen und internationalen Gremien mit und nehmen an Validierungsstudien teil.

Die Zusammenarbeit mit externen Labors

Mit Tierversuchen, die wir nicht selbst durchführen, beauftragen wir nur solche externen Vertragslabors, deren Arbeit mit unseren Grundsätzen in Einklang steht. Dies lassen wir uns vertraglich bestätigen und unsere Tierschutzbeauftragten oder kompetente Mitarbeiter stellen dies durch regelmäßige Kontrollen an Hand eines Fragenkataloges sicher.

Bayer Komitee für Tierschutz

Um einen hohen und einheitlichen Tierschutz-Standard weltweit sicher zu stellen, hat Bayer ein globales Komitee für Tierschutz eingerichtet. Dieses Komitee berichtet direkt an das Corporate Center der Bayer Holding. Unter dem Vorsitz des Corporate Tierschutz-Koordinators treffen sich Tierschutzexperten aller Standorte, in denen Tierversuche durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass der Tierschutz bei Bayer global einen hohen Stellenwert einnimmt. Die Aufgabenbeschreibung des Komitees finden Sie hier.

Überwachung

Die Überwachung aller rechtlichen und ethischen Standards sowie die Einhaltung der Bayer-Richtlinien erfolgt intern durch die Tierschutzbeauftragten. Diese sind in Bezug auf den Tierschutz weisungsfrei und berichten direkt an den Vorstand. An den europäischen Standorten einschließlich Deutschland werden unsere Einrichtungen regelmäßig von den Überwachungsbehörden (Amtsveterinär) kontrolliert. Unsere Einrichtungen in den USA sind durch die „Association for Assessment and Accreditation of Laboratory Animal Care (AAALAC)“ zertifiziert und werden ebenfalls regelmäßig von extern begutachtet.

Die regionalen Institutionen zur Überwachung der Einhaltung der Tierschutz-Richtlinien werden im Folgenden vorgestellt:

Institut für "Animal Management" (Deutschland)

Das Institut für „Animal Management“ und die dort angesiedelten Abteilungen für „Animal Care“ sind nicht selbst an Tierversuchen beteiligt sondern stellen bei Bayer in Deutschland einen einheitlichen und hohen Tierschutz-Standard sicher. Der Leiter dieses Instituts und die Abteilungsleiter sind die Tierschutzbeauftragten, die zusammen mit ihren Teams für alle deutschen Bayer-Forschungsstandorte zuständig und mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet sind. Die Tierschutzbeauftragten haben in allen Fragen, die den Tierschutz betreffen, Weisungsbefugnis und die volle Unterstützung des Vorstandes.

Ethik-Komitee in Frankreich

Unsere Forschungseinrichtung der Bayer Crop Science (BCS) in Frankreich hat schon vor 20 Jahren die Charter der Gircor unterzeichnet und sich damit freiwillig zur Einrichtung einer Ethik-Kommission verpflichtet. Die Ethik-Kommission bei BCS ist mit 9 Personen besetzt, darunter Tierärzte und auch Laienvertreter. Es finden 4 Treffen im Jahr statt, wobei das wesentliche Ziel ist, das Leiden der Tiere zu minimieren und die Studienprotokolle dementsprechend anzupassen.

Institutional Animal Care and Use Committee (IACUC) in USA

Unter diesem Namen erfolgt in den USA die gesetzlich vorgeschriebene Überwachung der Tierversuche. Dieses Komitee muss mindestens ein externes Mitglied, sowie einen Tierarzt und einen Laien als Mitglieder aufweisen. Unsere Forschungseinrichtung in der Bay-Area hat schon 1984 ein solches Komitee eingesetzt, das sich mindestens zweimal im Jahr trifft. Dabei werden die Tierhaltungen inspiziert und die Unterlagen über die durchgeführten Tierversuche überprüft. Das Komitee hat das Recht, Tierversuche zu untersagen, die es für unangemessen hält. Darüber hinaus finden Überprüfungen von Behörden sowie Vertretern der AAALAC statt, da unsere Einrichtung dementsprechend akkreditiert ist.

Einhaltung der Grundsätze

Wir legen größten Wert darauf, dass diese Grundsätze eingehalten werden, und fördern daher eine offene Kommunikation. Jeder Mitarbeiter ist zum Wohl der Versuchstiere aufgefordert, persönliche Bedenken zu äußern und auf eventuelle Mängel in Haltung und Pflege der Tiere und im Umgang mit ihnen aufmerksam zu machen. Kein Mitarbeiter wird diskriminiert oder benachteiligt, weil er den Tierschutzbeauftragten auf Bedenken, Mängel oder Verstöße in Bezug auf Vorschriften zur Haltung, Pflege und Verwendung von Versuchstieren aufmerksam gemacht hat.

Ethik-Kommission für den Einsatz nicht-humaner Primaten (NHP)

Wegen der hohen genetischen und physiologischen Ähnlichkeit von nicht-humanen Primaten (NHP) mit dem Menschen bekennt sich Bayer zu einer über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden, besonderen Verantwortung beim Einsatz von NHP in Studien der präklinischen Forschung. Es ist unser Ziel, global bei allen internen und externen Studien mit nicht-humanen Primaten die hohen europäischen Standards hinsichtlich ethischer Vertretbarkeit und Haltung als Maßstab heranzuziehen. Aus diesem Grund wurde eine spezielle Ethik-Kommission eingesetzt, welche die Notwendigkeit dieser Studien mit NHP gesondert bewertet. Neben den Tierschutzbeauftragten sind ein Ethiker und ein externer Experte vom Deutschen Primaten Zentrum (DPZ) Mitglieder dieser Kommission.

Transparenz

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Informationen an die Behörden suchen wir auch den offenen und konstruktiven Dialog über Tierversuche und Tierschutz mit allen Beteiligten. Unsere Homepage zu „Bayer und Tierversuchen“ ist dabei ein Angebot, über unsere Aktivitäten zu informieren.
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Letzte Änderung: 23. Februar 2016

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