Meinung
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Häufig gestellte Fragen

Warum gibt es in der pharmazeutischen Forschung immer noch Tierversuche?

Weil sie nach wie vor unverzichtbar und außerdem gesetzlich vorgeschrieben sind, um Wirksamkeit und Sicherheit neuer Arzneistoffe sicherzustellen. Nur durch infoTierversuche lässt sich vorhersagen, wie der menschliche Organismus auf eine Wirksubstanz reagieren wird. Der Gesetzgeber verlangt ausdrücklich, dass zu diesem Zweck Versuche am Tier durchgeführt werden. Viele Impfstoffe für Tier und Mensch – zum Beispiel gegen Tollwut, Kinderlähmung, Hepatitis oder Hirnhautentzündung – konnten nur dank Tierversuchen entwickelt werden. Dasselbe gilt für eine Vielzahl von Arzneistoffen, etwa zur Behandlung von Herzkreislauf-Erkrankungen, Krankheiten des Zentralen Nervensystems, Krebs, Diabetes oder der Immunschwäche AIDS. Das schließt die intensive Suche nach anderen Methoden natürlich nicht aus. Bayer forscht intensiv an Alternativen. Ganz ersetzen können diese die Tierversuche jedoch nicht.

Sind die Ergebnisse aus Tierversuchen überhaupt auf den Menschen übertragbar?

Mehrheitlich ja. Denn die Körperfunktionen von Mensch und Säugetier ähneln sich – sogar in erstaunlichem Maß. Vom infoTierversuch kann man darauf schließen, wie sich ein Arzneistoff im menschlichen Körper auswirken wird. Das gilt für den Großteil der erwünschten – und natürlich auch für die unerwünschten Reaktionen.

Tiere sind laut Tierschutzgesetz Mitgeschöpfe. Wie ist es überhaupt vertretbar, sie zu Versuchszwecken zu töten?

Medizinisch-pharmazeutische Versuche an Tieren sind kein Selbstzweck. Sie sind nur deshalb berechtigt, weil sie dem gesundheitlichen Wohlergehen von Menschen dienen – und übrigens auch dem von Tieren: Die meisten Medikamente, die bei kranken oder verletzten Tieren eingesetzt werden, sind häufig nur leichte Variationen von Arzneistoffen, die auch dem Menschen helfen. Wirkstoffe wie Antibiotika, infoAnalgetika, entzündungshemmende Medizin und Anti-Krebs-Arzneimittel werden gleichermaßen in der Human- wie in der Tiermedizin eingesetzt.

Tierversuche durchzuführen setzt allerdings immer ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein voraus. Den Tieren muss unnötiges Leiden erspart werden – alle tierexperimentell arbeitenden Mitarbeiter von Bayer sind entsprechend sensibilisiert und geschult, um diese wichtige Forderung zu erfüllen.

Was sind so genannte Alternativmethoden?

Dabei handelt es sich um Untersuchungs- und Testmethoden, die mit weniger Tieren auskommen oder Tierversuche sogar vollständig ersetzen. Bayer arbeitet aktiv an der Entwicklung solcher infoAlternativmethoden und setzt diese selbstverständlich auch ein. Ein aktuelles Beispiel ist der info3T3 NRU Phototoxizitätstest.

Warum nutzen Wissenschaftler denn nicht noch häufiger Alternativmethoden wie etwa Computersimulationen?

Weil deren Aussagekraft im Vergleich zum Tierversuch leider immer noch sehr begrenzt ist. Computerprogramme sind heute in der Lage, einfache physiologische Prozesse in begrenztem Rahmen zu simulieren. Nicht weniger – aber eben auch nicht mehr. Doch wo immer es sinnvoll ist, setzen wir solche Alternativmethoden natürlich ein.

Wer überwacht die Tierversuche – und was für Gesetze müssen eingehalten werden?

Tierversuche werden bei Bayer von den Tierschutzbeauftragten überwacht. Außerdem führen die staatlichen Veterinärbehörden unangemeldete Kontrollen durch. Rechtliche Grundlage ist dabei das infoTierschutzgesetz. Es schreibt zum Beispiel vor, dass nur so viele Versuche stattfinden dürfen, wie unbedingt nötig sind. Ebenso muss sicher sein, dass das verfolgte Ziel nicht etwa durch andere Methoden erreicht werden kann. Bindend für Bayer ist natürlich auch das infoArzneimittelgesetz. Es verlangt, dass ein Wirkstoff am Tier getestet wird, ehe er in die klinische Prüfung geht. Der Einsatz von NHP erfolgt nur nach vorheriger Prüfung der Studien durch eine spezielle Ethik-Kommission.

In welchen Forschungsbereichen finden bei Bayer Tierversuche statt?

Im Gesundheitsbereich (HealthCare), im Pflanzenschutz (CropScience) und in den Fachabteilungen, die für Umweltbelange (Currenta) zuständig sind.

Woher kommen die Versuchstiere?

Fast ausschließlich von qualifizierten und speziell lizenzierten Versuchstierzüchtern, die von den Veterinärbehörden ständig kontrolliert und vom Tierschutzbeauftragten persönlich begutachtet werden. Einzige Ausnahme: landwirtschaftliche Nutztiere und Fische. Für sie gibt es keine speziellen Versuchstierzuchten. Bayer bezieht sie daher von ausgesuchten landwirtschaftlichen Betrieben und Fischzuchten.

Wer betreut die Versuchstiere bei Bayer?

Ein engagiertes Team aus Tierärzten, Biologen, Biologielaboranten und Tierpflegern, das eng mit dem Institut für „Aimal Management“ und den Tierschutzbeauftragten zusammenarbeitet. Grundlage der gemeinsamen Bemühungen sind die Bestimmungen des Tierschutzes. Dazu gehören artgerechte Ernährung und Haltung. Und natürlich die optimale hygienische und gesundheitliche Versorgung.

Welche Tierarten setzt Bayer in seinen Versuchen ein?

Vor allem Nagetiere, insbesondere Mäuse und Ratten. Denn zum einen ist ihr Organismus dem des Menschen sehr ähnlich. Und zum anderen kann man sie auch unter Laborbedingungen weitgehend artgerecht halten.

Welche Rolle spielen ethische Grundsätze bei Tierversuchen?

Eine sehr wichtige. Das Tier ist ein Mitgeschöpf und muss entsprechend geschützt und behandelt werden. Auf diesem ethischen Grundsatz beruhen auch die gesetzlichen Regelungen und die Bayer-Grundsätze zur Durchführung von Tierexperimenten. Schon allein deshalb können Tierversuche nur durchgeführt werden, wenn sie einen wichtigen Nutzen für die Gesundheit von Mensch und Tier versprechen. Natürlich wird bei Bayer zudem alles getan, um die Tiere so wenig wie möglich leiden zu lassen. Und vor jedem neuen Versuch wird gewissenhaft geprüft, ob er wirklich notwendig ist. Eine Folge dieser Bemühungen ist, dass die Zahl der Versuchstiere bei Bayer in den vergangenen Jahren stetig gesunken ist.
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Letzte Änderung: 23. Februar 2016

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