Verantwortung
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Aufgaben des Tierschutzbeauftragten und des Tierschutz-Komitees

Wo immer Bayer infoTierversuche durchführt, wird zugleich ein Experte berufen, der sich um die Belange des Tierschutzes kümmert. Das gilt weltweit. Ohne Ausnahme. In Deutschland übernimmt der Tierschutzbeauftragte diese verantwortungsvolle Aufgabe. Wie stark seine Position ist, lässt sich daran erkennen, dass er in allen Fragen des Tierschutzes Weisungsbefugnis hat. Er handelt mit voller Unterstützung des Vorstands.

Der Tierschutzbeauftragte kontrolliert alle tierexperimentell arbeitenden Labore und Institute der Bayer AG. Konkret betrifft dies PharmaceuticalsCrop Science (inkl. Animal Health) sowie die konzerneigene Servicegesellschaft Currenta (Umweltbelange, Ausbildung).

Beratung für Wissenschaftler

Die Tierschutzbeauftragten und ihre Mitarbeiter beraten die Wissenschaftler des Unternehmens, die forschungsbedingt Tierversuche durchführen wollen. Dabei geht es um Fragen, welche Vorschriften zu beachten sind, oder welche Grundsätze bei Bayer gelten. Darüber hinaus beraten sie bei der Auswahl der adäquaten tierexperimentellen Methoden und der richtigen einzusetzenden Spezies. Überdies beschafft das Institut für "Animal Management" alle Versuchstiere, kauft speziell hergestelltes Versuchstier-Futter und stellt infotransgene Mäuse aus eigener Zucht zur Verfügung.

Externe Labors und akademische Forschungseinrichtungen werden von Bayer nur dann mit der Durchführung von Tierversuchen beauftragt, wenn deren Arbeitsweise den Grundsätzen von Bayer entspricht. Auch dies kontrollieren die Tierschutzbeauftragten – durch eine persönliche Prüfung vor Ort.

Zusammenarbeit mit den Behörden

Auch die Zusammenarbeit mit den Tierschutzbehörden fällt in die Zuständigkeit der Tierschutzbeauftragten. Sie beantragen Versuchs- und (wenn nötig) Importgenehmigungen und stellen die Daten zusammen, die im Rahmen der amtlichen Versuchstier-Meldeverordnung abgegeben werden müssen. Das heißt: Die Tierschutzbeauftragten und ihre Mitarbeiter sind Ansprechpartner nach innen und außen – für die Bayer-Mitarbeiter, für die Aufsichtsbehörden und ebenso für die Medien.

Verantwortlich für Weiterbildung

Wenn Tierexperimente durchgeführt werden, geschieht dies stets auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden. Auch hier sind die Tierschutzbeauftragten gefordert: Sie stellen Informationen zu aktuellen Entwicklungen bei Haltung und Pflege von Versuchstieren auf interne Webseiten - so sind die aktuellen Daten für alle Mitarbeiter sofort abrufbar.

Zur Fortbildung gehören schließlich auch die Teilnahme an Fachkongressen, der ständige Austausch mit Kollegen sowie die Mitarbeit in nationalen und internationalen Tierschutzkommissionen und in den Verbandsausschüssen der pharmazeutischen Industrie. Die beiden wichtigsten Ziele sind:
  • die Überprüfung und kontinuierliche Verbesserung des Tierschutzes sowie
  • die Interessenvertretung der Industrie bei der Gestaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für tierexperimentelles Arbeiten.
Die Tierschutzbeauftragten und ihre Mitarbeiter stellen sicher, dass
  • Tierversuche auf ein Minimum beschränkt werden;
  • jedem infoTierversuch eine genaue interne und externe Prüfung vorausgeht;
  • für jeden Versuch die am besten geeignete Tierart eingesetzt wird;
  • neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bei Haltung und Pflege berücksichtigt werden;
  • alle externen Partner strenge Kontrollen zulassen müssen;
  • nur zweckgezüchtete Tiere zum Einsatz kommen.

Mission für Bayers Tierschutz-Komitee

Die Bayer-Grundsätze zu infoTierschutz und Tierversuchen sind Ausdruck unserer Verantwortung für die Sicherheit unserer Produkte und damit für Mensch, Tier und Umwelt – und gleichzeitig auch unseres Engagements für das Wohlbefinden der Versuchstiere. Es ist erklärtes Ziel von Bayer, den Einsatz von Versuchstieren zu minimieren und, soweit möglich, infoErsatz- und Ergänzungsmethoden einzusetzen. Darüber hinaus arbeitet Bayer daran, die Methoden der weiterhin notwendigen Tierversuche ständig zu verbessern und engagiert sich aktiv in der 3R-Forschung (Vermeidung, Verbesserung und Verminderung von Tierversuchen), um neue Methoden zu entwickeln und zu validieren. Auf der Basis dieser Grundsätze setzen wir ein Tierschutz-Komitee ein, um unsere Aktivitäten im Tierschutz konzernweit zu steuern. Dieses Komitee wird von unserem Tierschutz-Koordinator geleitet. Mitglieder des Komitees sind zudem lokale Experten, die im Bereich Tierschutz tätig sind oder in den Teilkonzernen mit Interessenvertretern in Kontakt stehen.

Es ist Aufgabe des Tierschutz-Komitees
  • die Umsetzung gesetzgeberischer Vorgaben im Bereich des Tierschutzes im Konzern zu begleiten und dabei auch aktuelle Entwicklungen in der Versuchstierkunde zu berücksichtigen
  • eigene Richtlinien zu Tierschutz und Tierversuchen zu erarbeiten und im Konzern bekannt zu machen
  • globale Prinzipien zur Qualifikation und Fortbildung unserer Mitarbeiter zu entwickeln, die den lokalen gesetzlichen Anforderungen, den wissenschaftlichen und ethischen Grundlagen sowie den Bayer-Grundsätzen Rechnung tragen
  • eine sorgfältige Auswahl und eine regelmäßige Überwachung externer Partner (z.B. CROs, Züchter) zu koordinieren, um die Einhaltung der Bayer-Grundsätze zum Tierschutz und Tierversuchen sicherzustellen
Bayer erfüllt selbstverständlich die gesetzlichen Vorgaben zum Tierschutz in allen Ländern, wo entsprechende Regelungen vorhanden sind. In Ländern ohne spezielle Gesetzgebung zum Tierschutz dienen die Bayer-Grundsätze zu Tierschutz und Tierversuchen als Orientierungsrahmen. Das Tierschutz-Komitee definiert ergänzend Standards, die für die Durchführung von Tierversuchen im Konzern unabdingbar sind. Bayer stellt zudem sicher, dass die entsprechenden Tierschutzgesetze sowie die Bayer-Grundsätze zu Tierschutz und Tierversuchen auch für den Einkauf und den Transport von Tieren, die Haltung und Pflege, sowie Hygiene und experimentelle Abläufe Anwendung finden. Weiterhin wird das Tierschutz-Komitee den Dialog zu allen Interessenvertretern im Bereich des Tierschutzes verstärken, um in einem breiten Umfeld alle Möglichkeiten zu nutzen, unseren Tierschutz zu verbessern.
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Letzte Änderung: 24. März 2016

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