Tiere
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Wie viele Tiere werden in der Forschung eingesetzt?

Im Jahr 2015 setzten Bayer-Wissenschaftler weltweit 133.666 Tiere (2014: 144.471 Tiere) ein. Dies geschah überwiegend zur Entwicklung von Medikamenten, aber auch zur Entwicklung neuer Tierarzneimittel, Pflanzenschutzmittel oder Industriechemikalien. Bei den meisten Versuchstieren handelt es sich um Nager (z..B. Ratten und Mäuse). Im Jahr 2015 betrug ihr Anteil 95,1 Prozent. 2,6 Prozent der Tiere sind Fische, 0,2 Prozent Vögel. Der gesamte Anteil an Hunden, Katzen und Primaten, die in der Forschung eingesetzt werden, betrug 1,6 Prozent. Die Entwicklung der Tierzahlen an den eigenen Standorten ist genauso erfreulich wie die Entwicklung bei unseren Partnern. Einige Studien vergeben wir auch an externe Auftragsinstitute und so wurden im Jahr 2015 für die Bayer AG 27.459 Tiere (2014: 34.461) außerhalb der eigenen Forschungszentren eingesetzt. Nichtsdestotrotz, wollen wir unsere Anstrengungen zum 3R-Prinzip in diesem Jahr noch verstärken wie auch die erstmalige Vergabe interner 3R-Awards zeigt.

Entwicklung der Versuchstierzahlen bei Bayer

Bislang sind nur wenige tierversuchsfreie Alternativen validiert und von den Behörden anerkannt. Wir wenden jedoch in allen Bereichen zunächst Ersatzmethoden an und erst wenn hier erfolgversprechende Daten vorliegen, werden die Substanzen in Tierversuchen getestet. Durch dieses Vorgehen konnten wir die Zahl der Versuchstiere im Verlauf der letzten Jahre deutlich reduzieren. Im Jahre 1989 wurden innerhalb Deutschlands bei der Bayer AG noch 454.000 Tiere zu Versuchszwecken benötigt, doch im Laufe der folgenden Jahre nahm diese Zahl kontinuierlich ab. Im Jahre 2004 war mit 101.431 eingesetzten Tieren eine Reduzierung von mehr als 75 Prozent gegenüber dem Jahr 1989 erreicht. Durch die Integration von Bayer-Schering Pharma im Jahr 2006 wurde der Pharmabereich der Bayer AG deutlich größer und im Rahmen der Integration wurde weiterhin beschlossen, die Tierzahlen nur noch global zu erfassen. So sind die Veränderungen auf weltweit 133.666 Tiere (2014: 144.471) im Jahr 2015 durch die veränderten internen und externen Berichtskriterien zurückzuführen. Über den gesamten Berichtszeitraum von 1989 bis 2015 waren Ratten und Mäuse die wesentlichen Versuchstiere, wobei ein Anstieg von 81 Prozent im Jahr 1994 auf über 95 Prozent im letzten Jahr zu beobachten ist.

Entwicklung der Tierzahlen

Entwicklung der Versuchstierzahlen bei Bayer
Die Grafik zeigt die Entwicklung der eingesetzten Versuchstiere bei Bayer seit 1989 einschließlich der verwendeten Arten. Die Balken von 1989 bis 2004 stellen die innerhalb Deutschlands von der Bayer AG eingesetzte Zahl der Versuchstiere dar. Der Anstieg im Jahr 2009 ist dadurch zu erklären, dass durch die Bayer-Schering Integration ein deutlich größerer Pharmabereich existiert und seit der Integration nur noch weltweite Daten erhoben werden. .

Welches Tier für welchen Versuch?

Bei der Auswahl der Versuchstierspezies gilt generell: Mäuse und Ratten sind immer die Spezies erster Wahl. Ihr Säugetierorganismus ist in sehr vielen Aspekten dem des Menschen erstaunlich ähnlich und ermöglicht meist gute Vorhersagen darüber, wie zum Beispiel ein neuer Wirkstoff im menschlichen Organismus reagieren wird.

Prozentuale Verteilung der Versuchstiere

Verteilung Versuchstiere
Den weitaus größten Anteil an Versuchstieren bilden bei Bayer Mäuse und Ratten, die 91,7 Prozent der eingesetzten Tiere ausmachen. Rechnet man die 3,4 Prozent andere Nager (Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen) dazu, sind mehr als 95 Prozent der Versuchstiere Nager. Fische (2,1 Prozent) und Vögel (0,2 Prozent) werden auf Grund gesetzlicher Bestimmungen in der Ökobiologie oder der Ökotoxikologie eingesetzt. Nicht-humane Primaten (NHP), Katzen und Hunde machen 1,6 Prozent unserer Versuchstiere aus, wobei an den Einsatz dieser Spezies besondere Gründe geknüpft sind. Die kleinste Gruppe bilden Nutztiere, die zusammen einen Anteil von 0,5 Prozent erreichen.
Andere Spezies werden erst dann zu Versuchen herangezogen, wenn durch den Einsatz von Ratten oder Mäusen keine genügend aussagekräftigen Ergebnisse zu erwarten sind, oder wenn die Entwicklung von Tierarzneimitteln den Einsatz von Nutztieren nötig macht. Bei Sicherheitsprüfungen
(Toxikologiestudien) verlangen die Behörden neben der Prüfung an einer Nagerspezies (Ratte, Maus) fast immer die Prüfung an einer weiteren Nichtnagerspezies (Hund, Schwein, Primaten). Hintergrund dieser Auflage ist es, eine mögliche Wirkung oder Nebenwirkung vor Erstanwendung im Menschen zu erkennen und in die Nutzen-Risikobewertung einer Substanz einzuschließen. Denn die Sicherheit des Menschen steht bei allen Versuchen an erster Stelle.

Allgemeine Beispiele für den Einsatz von Versuchstierspezies in der Forschung

Einsatzgebiete der unterschiedlichen Versuchstierspezies

Vorgeschriebene Versuche

Mehr als 90 Prozent der Tierversuche, die Bayer durchführt, sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie gewährleisten den hohen Standard der Arzneimittelsicherheit und sorgen letztlich dafür, dass wir Menschen den heutigen Medikamenten vertrauen können. 
 
Darüber hinaus gibt es noch Tierversuche, die nicht vorgeschrieben sind. Dabei geht es um Grundlagenforschung: Wie laufen bestimmte Prozesse im Organismus ab? Welche Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle? Tierversuche in diesem Bereich tragen dazu bei, das Basiswissen zu liefern, das nötig ist, um neue Therapieformen zu entwickeln. 
 
Diese grundlegenden Untersuchungen gehören zu den genehmigungspflichtigen Tierversuchen. Das heißt, sie müssen vorher von den Genehmigungsbehörden auf ihre wissenschaftliche Grundlage und ethische Rechtfertigung geprüft werden, um schließlich genehmigt zu werden. Dabei steht der Genehmigungsbehörde eine mit Wissenschaftlern und Tierschützern besetzte Tierschutz-Kommission beratend zur Seite. Grundsätzlich gilt, dass alle unsere Tierversuche den Behörden bekannt sind und wir am Ende des Jahres Rechenschaft über die Anzahl der eingesetzten Tiere ablegen müssen.
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Letzte Änderung: 23. Februar 2016

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