Das Leben eines Tiers bei Bayer

Das Wohl unserer Versuchstiere ist uns wichtig. Unsere Züchter wählen wir sorgfältig aus, und wir stützen uns auf wissenschaftliche Erkenntnisse, um die Tierhaltung zu optimieren. Außerdem trainieren wir Tiere, um Stress und Angst zu verringern.

Woher stammen die Versuchstiere?

Wie gesetzlich vorgeschrieben, erwirbt Bayer den größten Teil seiner Versuchstiere von zertifizierten Züchtern. Die Züchter werden regelmäßig durch die Tierschutzbeauftragten von Bayer geprüft und von den zuständigen tierärztlichen Behörden kontrolliert.

Von dieser Vorgehensweise weicht Bayer nur ab, wenn es keine anerkannten Versuchstierzüchter für die entsprechende Art gibt, also bei landwirtschaftlichen Nutztieren und Fischen. Werden solche Tiere gebraucht, erwirbt Bayer sie bei ausgewählten Höfen oder Fischzüchtern, wie es nach dem Tierschutzgesetz auch erlaubt ist. Eine geringe Anzahl Tiere, in erster Linie gentechnisch veränderte (transgene) Mäuse, werden bei Bayer selbst gezüchtet.

Wie leben Labortiere?

Unser Ansatz stützt sich auf die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf den Gebieten der Tiergesundheit und der Tierhaltung. Dazu gehört beispielsweise das Prinzip der „sozialen Anreicherung“. Um dem Rechnung zu tragen, werden unsere Tiere wenn möglich in Gruppen gehalten und in Käfigen mit Rückzugsorten, an denen die Tiere unbeobachtet sind.

Außerdem gehört es heute zu unseren Standards, die Gehege mit Spielzeug und Übungsgeräten auszustatten, wo immer dies möglich ist. Zu solchen Vorkehrungen, die in der Wissenschaft unter dem Begriff „Environmental Enrichment“ zusammengefasst werden, gehören Spielzeugbälle, Klettermöglichkeiten, erhöhte Aufenthaltsorte und Kratzbäume.

Ein großes Team aus Tierärzten, Biologen, Technikern und Tierpflegern überwacht die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere in unserer Obhut. Bei der Tierhaltung hält sich Bayer streng an die Gesetzesvorschriften und erfüllt sie oft sogar weitreichender als nötig.

Wie werden Versuchstiere bei Bayer trainiert?

Training ist ein wichtiger Baustein für die Stressverminderung bei Versuchstieren. Wir trainieren die Tiere, um ganz allgemein ihre Angst vor dem Menschen zu reduzieren und um ihre Mitwirkung im Verlauf des Experiments zu verbessern.

Trainierte Tiere müssen bei medizinischer Behandlung, etwa beim Blutabnehmen oder Verabreichen von Medikamenten, nur ganz leicht oder sogar überhaupt nicht festgehalten werden. Außerdem verringert das Training aggressives Verhalten der Tiere und macht sie gegenüber den Artgenossen in ihrer Gruppe umgänglicher.

Geprüfte Tierpfleger sind für das Training unserer Versuchstiere verantwortlich. Sie sind Experten für die Trainingsmethode der sogenannten operanten Konditionierung, die wir am häufigsten einsetzen. Das Training sorgt sowohl für das Tier als auch für die Menschen, die im Verlauf einer Studie mit ihm zu tun haben, für mehr Sicherheit. Außerdem wird Hunden vor der Adoption das Gehen an der Leine beigebracht, damit sie sich in ihrem neuen Zuhause leichter eingewöhnen.